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Artikel: Januar – Der Krebs aus dem Watt

Januar – Der Krebs aus dem Watt


Januar – Der Krebs aus dem Watt

Das Tier: Die Strandkrabbe

Im Wattenmeer lebt eine kleine, flinke Bewohnerin des Meeres: die Strandkrabbe. Ihr Körper ist rund und flach wie ein kleiner Panzer. Sie hat zehn Beine, zwei davon sind kräftige Scheren, mit denen sie Nahrung festhält oder sich verteidigt. Die Farbe der Strandkrabbe kann unterschiedlich sein. Manche sind grünlich, andere braun oder rötlich. 
Wenn im Wattenmeer die Ebbe kommt und sich das Wasser zurückzieht, krabbeln die Strandkrabben über den nassen Meeresboden. Dort suchen sie nach kleinen Muscheln, Würmern oder anderen Leckerbissen. Mit der Flut kommt das Wasser zurück, und viele Krabben verschwinden wieder in kleinen Rinnen oder unter Steinen. 
Die Strandkrabbe ist im Wattenmeer sehr wichtig. Sie frisst andere kleine Tiere und ist selbst Nahrung für Fische und Vögel. Deshalb gehört sie zu den wichtigen Bewohnern dieses besonderen Lebensraums. 
Das Wattenmeer ist übrigens etwas ganz Besonderes. Es ist das größte zusammenhängende Wattgebiet der Welt und gehört sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe. 


Die kleine Geschichte vom Krebs im Januar

Im Januar ist die Insel still.
Der Wind pfeift über den Strand, und das Meer atmet langsam ein und aus. Ebbe. Flut. Ebbe. Flut.
Tief unten im Watt lebt ein kleiner Krebs.
Er heißt Karlo.
Karlo ist eine Strandkrabbe. Wenn das Wasser zurückgeht, krabbelt er vorsichtig aus seinem Versteck. Mit seinen seitlichen Schritten läuft er über den nassen Sand. Links. Rechts. Links.
Über ihm fliegen Möwen.
Neben ihm glitzern kleine Muscheln.
„Heute ist ein guter Tag im Watt“, denkt Karlo.
Mit seiner Schere hebt er ein Stück Sand hoch. Darunter versteckt sich ein kleiner Wurm.„Gefunden!“
Plötzlich rauscht das Meer wieder näher. Die Flut kommt zurück.
Das Wasser glitzert silbern im Winterlicht.
Karlo hebt seine Scheren.

„Bis morgen, Watt“, sagt er leise.

Dann verschwindet er wieder zwischen Muscheln und Sand, wo die kleine Krabbe auf die nächste Ebbe wartet.

Denn im Wattenmeer beginnt jeden Tag ein neues Abenteuer.


 

 

So kannst du den Krebs ausmalen

 


Schau dir zuerst die Farben im Bild an. Der Krebs hat warme Orange-, Rot- und Brauntöne. An einigen Stellen sieht man helle Punkte und kleine Flecken. Die Scheren sind oben dunkelgrau bis schwarz. Der Strand ist sandfarben, und im Hintergrund liegt das Meer mit blau-grauen Farben.


Du kannst diese Farben verwenden oder ganz eigene Ideen ausprobieren.


Buntstifte

Mit Buntstiften kannst du verschiedene Orange- und Rottöne übereinander malen. So entsteht ein lebendiger Panzer. Die Beine können etwas dunkler sein. Kleine Punkte oder Flecken machen den Krebs besonders spannend.


Filzstifte

Mit Filzstiften werden die Farben kräftig und leuchtend. Die Scheren dürfen dunkel sein. Der Körper kann in warmen Orangetönen strahlen.


Wachsmalstifte

Mit Wachsmalstiften kannst du den Sand weich und körnig malen. Auch der Krebs kann damit schöne Farbflächen bekommen.


Wasserfarben oder Aquarellfarben

Mit Wasserfarben kannst du das Meer und den Himmel locker gestalten. Die Farben dürfen ruhig ineinander verlaufen, so entsteht eine schöne Stimmung am Strand.


Und das Wichtigste

Du musst dich nicht genau an die Farben halten.

Vielleicht hat dein Krebs rote Scheren, blaue Beine oder einen bunten Panzer.


In der Kunst gilt

Alles kann. Nichts muss.


Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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